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Unterwegs in Richtung Ostern

    Sr. Martina Drutschmann OSU, Erfurt

    Manchmal werde ich gefragt: „Und warum fastest du eigentlich?“ Ja, warum? Die heilige Theresia vom Kinde Jesus hat für sich erkannt, dass es nicht wichtig ist, daran zu arbeiten eine Heilige zu werden, sondern vielmehr sich zu bemühen, Gott Freude zu machen. Aber was macht Gott Freude?

    Vielleicht entdecke ich auf dem aktuellen Weg mich selbst und kann mich an der Person freuen, die ich geworden bin – denn so bin ich von IHM gewollt.

    Auch das Fasten selbst kann eine Entdeckung sein. Denn wenn ich aufmerksam bin, werde ich erkennen, was mir guttut und was mich im Alltag mit meinen Mit-Menschen bestärkt. Und vielleicht erfahre ich auch das Heilige in meinen eigenen Schwächen.

    Wenn wir auf diesem Weg unseren Glauben neu fühlen lernen, erleben wir die Fastenzeit nicht als ein Müssen, sondern als ein Dürfen.

    Du
    ermutigst uns jeden Tag
    einen Weg in die Tiefe zu wagen
    um Dir begegnen zu können
    in Selbsterkenntnis und Solidarität

    Du
    bestärkst uns immer wieder
    der Stimme unseres Herzens zu folgen
    im gemeinsamen Ringen
    um die Unterscheidung der „Geister“

    Du
    führst uns in die Weite
    zu den suchenden Menschen
    die dürsten nach deiner Gerechtigkeit
    die hungern nach deiner Barmherzigkeit
    Pierre Stutz

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