Zum Inhalt springen
Start » Über uns » Angela Merici

Angela Merici

Der Ursulinenorden führt seinen Ursprung auf die heilige Angela Merici zurück. Sie lebte 1470 bis 1540 in Brescia/Oberitalien. Gemeinsam mit gleichgesinnten Frauen führte sie junge Mädchen zusammen und leitete sie an, innerhalb der Familie Zeugnis zu geben von ihrem Leben in der Nachfolge Jesu und im Dienst am Nächsten.

Angela Merici (1474–1540)

Lange bevor Frauenrechte ein Begriff waren, erkannte Angela Merici im Norditalien des 16. Jahrhunderts die Schlüsselrolle von Bildung und Spiritualität. 1535 gründete sie in Brescia die Gemeinschaft der Ursulinen und schuf damit ein revolutionäres Lebensmodell: ein geweihtes Leben mitten in der Welt, ohne die damals übliche Klausur. Ihr Ziel war es, Frauen zu stärken, damit sie selbstbewusst Verantwortung in Kirche und Gesellschaft übernehmen können. Mit ihrer pädagogischen Klugheit und ihrem Fokus auf geistliche Freiheit legte sie den Grundstein für ein weltweites Netzwerk, das bis heute in Schulen, der Seelsorge und sozialen Projekten Früchte träg

Ein Vermächtnis, das weiterlebt

Das Vermächtnis von Angela Merici ist die Einladung zu einer lebendigen Beziehung mit Gott im Herzen der Welt. Sie lädt uns ein, als „befreite Menschen“ Zeugnis von der Liebe Gottes abzulegen – dort, wo wir stehen:

  • Beständigkeit im Wandel: Angela verankerte uns in der Hoffnung. Ihr Vermächtnis ist die Gewissheit, dass wir uns wandeln dürfen, weil Gott die Mitte bleibt, die alles hält.
  • Gott in allen Dingen finden: Angela lehrte uns, dass der Alltag kein Hindernis, sondern der Ort der Gottesbegegnung ist. Ihr Vermächtnis ist eine Spiritualität der offenen Augen und des hörenden Herzens.
  • Die Freiheit der Kinder Gottes: Sie ermutigte Frauen, ihrem inneren Ruf mit Mut und Eigenverantwortung zu folgen. Sie schenkte uns das Vertrauen, dass Gott uns in unserer Einzigartigkeit führt und stärkt.
  • Die Sanftmut der Liebe: Ihr Weg ist geprägt von der „doppelten Liebe“ – zu Gott und zum Nächsten. Sie hinterließ uns eine Haltung der tiefen Ehrfurcht vor der Würde jedes Menschen, getragen von Milde und geistlicher Präsenz.

Aus Ihren Schriften

„Ich bitte euch, seid wachsam mit weitem und sehnsüchtigem Herzen.“ – Aus der Einleitung der Regel

„Vor allem sollen sie den Ratschlägen und Anregungen gehorchen, die der Heilige Geist fortwährend ins Herz gibt.“ – Aus dem 8.Kapitel der Regel 

„Jesus Christus sei ihr einziger Reichtum, denn er ist die Liebe.“ – Aus dem 5. Gedenkwort  

„Denn Gott hat jedem die freie Entscheidung gegeben, denn er will niemanden zwingen, sondern nur die Richtung weisen, einladen und raten.“ – Aus 3.Vermächtis