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Geschichte und Auftrag

Geschichte

Die Mauern des Klosters am Anger 5 atmen Geschichte: Vielleicht als Heimstatt der Augustinerchorfrauen errichtet, blickt unser Standort auf ein Jahrtausend spirituellen Lebens zurück. Frauen aus dem Orden der Magdalenerinnen, der 1227 vom Papst bestätigt wurde, errichteten hier 1232/33 eine Niederlassung, bauten 1246 nach dem großen Brand die heutige gotische Kirche und übergaben im September 1667 den Ursulinen das Kloster. Mit dem Auftrag von Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn, sich der Bildung und Erziehung von Mädchen zu widmen, legten sie den Grundstein für eine Tradition, die bis heute lebendig ist. Weder Säkularisation und Kulturkampf noch die Herausforderungen des Nationalsozialismus oder der DDR konnten dieses Wirken beenden. Heute stehen die Ursulinen in Erfurt für Beständigkeit und eine Mission, die Generationen überdauert.

Auftrag

Unser Leben als Ursulinen steht in drei Dimensionen. Das bedeutet, dass unser Alltag und unser Glaube auf diesen drei grundlegenden Bereichen beruhen.

Gebet
Die Ausrichtung auf Gott prägt unser Leben. Wir suchen ihn in persönlicher Beziehung und treten zugleich im Gebet stellvertretend für Kirche und Welt ein.

Gemeinschaft
Wir Ordensfrauen sind in eine Gemeinschaft eingebunden in Bezug auf Lebensordnung und in der Regel auch im konkretem Lebensvollzug. Daraus ergibt sich ein breiter Raum für das Bemühen um Frieden und Einheit, wie es allen Christen, ja allen Menschen aufgegeben ist. Es ist die Möglichkeit und zugleich Herausforderung für existentiell zu lebende Liebe.

Tätigkeit
Im Geiste von Angela Merici, die ihre Augen und ihr Herz weit für die Nöte ihrer Mitmenschen öffnete, verstehen wir uns auch heute als Wegbegleiterinnen. Unser Kloster am Anger möchte ein Ort sein, an dem Menschen – ob jung oder alt – in ihrer Einzigartigkeit gesehen werden. Wir laden Sie ein zur Begegnung und zum Gespräch, um in der Stille und im Austausch dem Sinn des Lebens nachzuspüren. Gemeinsam suchen wir nach Räumen, in denen die eigene Würde neu erfahren und das Leben in Gott verankert werden kann.