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Einblicke hinter Klostermauern: Erfolgreiche Buchvorstellung zum Erfurter Weißfrauenkonvent

    „Eins, zwei, drei, im Sauseschritt läuft die Zeit; wir laufen mit.“ Mit diesen Worten von Wilhelm Busch eröffnete Dr. Andrea Wittkampf am 12.03.2026 die Vorstellung ihres neuen Buches – und nahm die Gäste mit auf eine faszinierende Zeitreise zurück zu den Anfängen des Klosters am Anger.

    Zahlreiche Interessierte waren gekommen, um mehr über die Geschichte der Magdalenerinnen (Weißfrauen) zu erfahren, die vor den Ursulinen am Erfurter Anger beheimatet waren. Im Mittelpunkt des Abends stand die Präsentation der Dissertation „Der Erfurter Weißfrauenkonvent: Entstehung – Reform – Niedergang“, die nun als wichtiger Beitrag zur Erfurter Stadtgeschichte in der Schriftenreihe des Geschichtsvereins erschienen ist.

    Das Buch von Dr. Andrea Wittkampf ist ab sofort im Buchhandel erhältlich.

    Ein Schatz aus dem Archiv

    Das Herzstück der Forschung bildet das sogenannte Kapiteloffiziumsbuch aus dem 15. Jahrhundert. Dr. Wittkampf gelang es durch die Auswertung dieses Totenverzeichnisses, den Nonnen wieder ein Gesicht zu geben. Sie berichtete eindrücklich vom Leben hinter den Klostermauern, dem Ringen um Reformen und der engen Verbindung des Konvents zu den großen Erfurter Stifterfamilien.

    Geschichte wird digital

    Passend zum Thema der vergehenden Zeit schlug Dr. Katrin Ott von der Universitätsbibliothek Erfurt die Brücke in die Gegenwart: Sie informierte über die Digitalisierung der historischen Handschrift. Damit ist die Brücke vom 15. in das 21. Jahrhundert geschlagen: Ein Codex, der Jahrhunderte im Verborgenen lag, ist nun nur noch einen Mausklick entfernt.

    Die digitalisierte Handschrift ist zu zugänglich unter: https://collections.thulb.uni-jena.de/receive/HisBest_cbu_00156047

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