Förderverein des Ursulinenklosters Erfurt

Vergangenheit und Gegenwart des Klosters

Das alte Kloster am Anger hat schon drei verschiedenen Frauenorden Heimat gegeben. Von ca. 1136 bis 1198 lebten Augustiner Chorfrauen hier und führten ein Fremdenhospiz. Von etwa 1200 bis 1667 bewohnten Magdalenerinnen - auch Weißfrauen genannt - die Klostergebäude und führten ein Leben der Buße und des Gebetes. Diese mussten wegen Nachwuchsmangels das Ordensleben aufgeben 1667 wurde das Kloster dann von Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn den Ursulinen als Stiftung übergeben mit dem Auftrag der Mädchenbildung. Die ersten Schwester kamen aus Metz und Macon in Frankreich. Dieser Orden wurde von Angela Merici 1535 in Bescia gegründet unter der Bezeichnung "Gesellschaft der hl. Ursula". Die ersten Schwestern in Erfurt begannen sofort mit Unterricht und Erziehung. Im Laufe der Zeit entstanden die unterschiedlichsten Bildungseinrichtungen, jeweils der geschichtlichen Situation entsprechend. Außer den Schulformen entstanden 1868 auch eine Kinderbewahranstalt / später Kindergarten und im Jahr 1912 ein Hort für die Schulkinder. 1937/38 wurde jegliche pädagogische Arbeit untersagt. Nach Kriegsende konnte 1945 die Arbeit in Kindergarten und Hort wieder aufgenommen werden, nicht aber in der Schule. Nach einigen Jahren erhielten die Schwestern den Auftrag, Mädchen und Frauen auszubilden als Gemeindereferentinnen und Erzieherinnen für den kirchliche Dienst.

Heute leben 11 Schwestern im Kloster. Die ehemaligen Schulgebäude werden vom Bistum genutzt. Die Klosterschule ist seit 1992 die Edith-Stein-Schule. Zwei weitere Häuser sind die Heimvolkshochschule / Bildungshaus St. Ursula. Auch der Kindergarten gehört zur gGmbH "St. Martin" des Bistums Erfurt. In den Häusern des Klosters geschieht also Bildungs- und Erziehungsarbeit mit verschiedenen Schwerpunkten. Soweit es möglich ist, tragen die Schwestern die Aufgaben mit. In eigens dafür eingerichteten Räumen bieten sie Lebens- und Begegnungsmöglichkeiten an und sind offen für die Bedürfnisse und Nöte der Menschen in der heutigen Lebenssituation. Auch in den Stunden der "offenen Kirche" ist jeweils eine Schwester anwesend und kann angesprochen werden.

Inzwischen sind die Räume für die Tätigkeiten der Schwestern renoviert und z.T. verändert und ausgebaut. Somit wurde auch das historische Konventsgebäude saniert und für die Nutzung der Schwestern als Wohn- und Lebensraum eingerichtet. Dabei wurde der Konvent u.a. auch vom Förderverein unterstützt.


"Förderverein Ursulinenkloster Erfurt e.V. "

Am 11.3.2002 wurde der „Förderverein Ursulinenkloster Erfurt e.V.“gegründet, der z.Zt. über 150 Mitglieder hat. Der Verein verfolgt den Zweck, die bauliche Substanz der denkmalgeschützten Gebäude der Klosteranlage und die wertvollen Kunstwerke zu erhalten, sowie die gemeinnützliche und kirchliche Tätigkeit finanziell zu unterstützen. Die Mitglieder zahlen einen Mindestbeitrag von 15,00 € im Jahr. Durch weitere Spenden, sowie durch Benefizveranstaltungen verschiedenster Art wird das Vereinsvermögen aufgebessert. Über die Ausgaben wird in der Mitgliederversammlung entschieden.

Wer daran interessiert ist, einen stadtgeschichtlich und kirchengeschichtlich historischen Ort in Erfurt zu erhalten und sowohl die Tätigkeit als auch das Glaubensleben darin zu unterstützen, ist herzlich im Verein willkommen. Anfragen und Anmeldungen gehen an den Vorstand des Vereins.



Förderverein Ursulinenkloster Erfurt e.V.
Anger 5, 99084 Erfurt
Tel.:0361/565502-0; Fax.:0361/565502-19
E-Mail: foerderverein@ursulinenkloster.de
 

Bankverbindung
Pax-Bank eG Erfurt
BLZ: 820 60 197
Kto.:Nr. 500 279 60 17

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